Pinocchio-Effekt

Lügen regulieren Beziehungen oder dienen der Selbstregulation. Täuschung und Lüge sind nicht immer klar zu trennen, da die Täuschung auch meist eine Lüge beinhaltet. Wer lügt, herrscht über ein Geheimnis und versucht die Kommunikation so zu steuern, dass Wahrheit und Unwahrheit schwer zu unterscheiden sind. Leugnen von Tatsachen wie „das habe ich nie gesagt“, kann beim anderen Verwirrung und Verunsicherung auslösen. Es ist kaum machbar all die Informationen, denen wir uns in unterschiedlichen Medien aussetzen, auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Durch das bewusste Weglassen oder Verfälschen von Informationen, verschafft man sich einen Vorteil. Letztendlich neigen wir dazu, demjenigen zu glauben, der am beharrlichsten seine Ansichten vertritt. Kleine Lügen, auch Notlügen genannt, dienen oft der Wahrung der Beziehung, wenn man höflich sein, Streit vermeiden oder jemanden nicht verletzen möchte. Denn immer direkt die Wahrheit zu sagen, kommt meist nicht gut an. Einsamkeit kann dazu verführen ein Narrative zu erfinden, um mit anderen in Verbindung zu treten, sich für andere interessanter zu machen und evtl. auch Mitgefühl zu erhalten.

Wie erkennt man Lügen? 

Am Pinocchio-Effekt. Denn beim Lügen strömt mehr Blut in die Nase, diese wird wärmer und dehnt sich ein bisschen aus. Auch Erröten kann ein Zeichen sein, wenn man sich für seine Lüge schämt. Direkter Augenkontakt erschwert das Lügen. Grundsätzlich sollte man achtsam sein und auf sein Bauchgefühl vertrauen. 

Wenn Sie selbst in Lügen verstrickt sind oder merken, dass jemand versucht Sie absichtlich zu täuschen und Sie können sich nicht dagegen wehren, unterstütze ich Sie gerne.

Karin Nagl

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